Warum nicht beides gleichzeitig? 😀
Meine liebe Freundin Julia und ich hatten uns bereits vor einiger Zeit eine Übernachtung im Baumhaushotel Solling gebucht. Ein sehr schönes Baumhaushotel am Rande des Naturschutzgebietes Solling.

Die Baumhäuser dort waren alle unterschiedlich und wir hatten das sogenannte „Freiraum“-Baumhaus – ein kleines Baumhaus mit Platz für zwei Personen. Das Besondere bei diesem Baumhaus war aber, dass das Bett auf Schienen gebaut war und man es von drinnen nach draußen schieben konnte, wie man wollte.

Das Wetter war perfekt dafür, um eine Nacht im Freien zu verbringen, also schoben wir es nach draußen und freuten uns schon darauf im Freien im Wald übernachten zu können.
Da wir aber am Rande des schönen Naturschutzgebietes Solling waren, entschieden wir uns, das zu nutzen, und machten am Tag der Anreise – es war ein Samstag – nachmittags noch eine kleine Wanderung. Wir liefen direkt vom Baumhaushotel aus los und machten von dort aus eine schöne kleine Runde.

Am schönen Naturschwimmbad des benachbarten Campingplatzes vorbei folgten wir zunächst dem Rundweg Lunauborn. Am Rande des Waldes entlang hatten wir einen wunderschönen Blick über die Felder und auf die benachbarten Ortschaften.



Schließlich bogen wir dann ab und gingen in den Wald hinein, wo wir einem schönen Bachlauf folgten bis wir an einer süßen kleinen Quelle ankamen. Wir legten dort ein kleines Päusschen ein und genossen kurz den Moment.



Zurück im Baumhaushotel angekommen entschieden wir bei einem Italiener in einem benachbarten Ort eine Pizza zu holen und sie auf dem kleinen Balkönchen unseres Baumhauses zu essen.

Wir aßen also unsere Pizza, genossen dabei die Ruhe im Wald und quatschten noch ein bisschen bis wir uns in das Bettchen im Freien legten, um die Nacht im Baumhaus UND im Freien zu verbringen. 🙂
Manchmal konnte man ein bisschen die weit entfernte Straße hören, wenn der Wind etwas ungünstig stand, aber die meiste Zeit hörte man in der Nacht das Knacken der Bäume und das Rascheln der Blätter, wenn eine leichte Brise wehte. Morgens tranken wir dann gemeinsam unseren Kaffee im Bett im Freien.

Um ca. 9.00 Uhr konnten wir uns das mit gebuchte Frühstück in einem im Wald stehenden Schrank abholen, wo alles in einem großen Korb verstaut war. Es war ein sehr üppiges und leckeres Frühstück, sodass wir uns noch ein paar Brötchen für den Tag geschmiert und eingepackt haben.

Nach dem Frühstück packten wir dann unsere Sachen wieder zusammen, verstauten Sie im Auto und entschieden uns noch eine kleine Wanderung in der Nähe zu machen.

Der Wanderrundweg nannte sich Hochmoorgeist und was soll ich sagen? Ich fand diese Runde einfach nur bezaubernd. 🙂



Wir wanderten entlang sehr abwechslungsreicher Landschaften vorbei mit ein paar wunderschönen und sehenswerten Zwischenstationen.



Eine kleine Herausforderung für uns beide war der hölzerne 33 Meter hohe Aussichtsturm. 🙂 Nicht wegen der vielen Stufen, sondern eher wegen des mulmigen Gefühls in der Höhe. Dennoch liefen wir bis nach oben und konnten dann, oben angekommen, eine wunderschöne Aussicht genießen.



Wir wanderten dann weiter durch schöne Wälder bis wir schließlich kurz vor Ende der Wanderung an diesem wunderschönen und beeindruckendem, renaturiertem Hochmoor hindurch liefen. Ich persönlich fand diesen Ausblick einfach wunderschön und ich bin dabei immer wieder erstaunt darüber, was wir doch für schöne Landschaften in unsere Heimat bzw. in unmittelbarer Nähe haben, denn die Fahrt von zu Hause hierher dauerte weniger als eine Stunde. 🙂

Alles in allem wurde aus einem Punkt in meiner Liste ein wunderschöner und gelungener Kurztrip mit meiner lieben Freundin Julia. 🙂

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